Aktenstudium im HCB-Skandal

Veröffentlicht am 23.01.2015 um 10:37

AktenordnerEin neuer Tag. Wie seit Wochen wird auch dieser vor allem dem Studium der umfangreichen Unterlagen gewidmet sein, die dem HCB-Untersuchungsausschuss gewidmet sind. 40 Aktenordner sind es inzwischen und viele Gigabyte an elektronischen Infos. Beinahe täglich stoßen meine Mitarbeiter und ich auf neue, brisante Details. Für die Zeugenbefragung nächste Woche gilt es, Fragen zu formulieren. Davon habe ich schon eine ganze Menge.

Die Medienberichterstattung über die gestrige Pressekonferenz ist umfangreich. Es freut mich, dass es gelungen ist, die nicht ganz einfachen Fakten und Informationen doch verständlich rüberzubringen. In den Zeugenbefragungen im U-Ausschuss werden wir noch stärker in die Tiefe und die Details gehen.

Erstaunlich dünn die Reaktion von Wietersdorfer. Der Geschäftsführer Wolfgang Mayr-Knoch sagt, er kenne die Studie nicht. Aha! Man arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, heißt es. Was soll das bedeuten? Die Staatsanwaltschaft ermittelt doch von sich aus und unabhängig. Hoffe ich doch zumindest. Hoffentlich haben sie auch die Unterlagen, die dem Untersuchungsausschuss zur Verfügung stehen. Denn darin finden sich auch noch einige andere Dokumente und Hinweise darauf, dass Wietersdorf gewusst hat, dass die Blaukalkaufgabe über die Rohmühle zwangsläufig zu Emissionen von chlorierten Kohlenwasserstoffen führen muss.