Keine Überraschung: Wietersdorf-Manager kommen nicht zum Untersuchungsausschuss

Veröffentlicht am 27.01.2015 um 08:12

Gestern sind drei Absagen im Landtagsamt eingetrudelt: Für die Untersuchungsausschuss-Sitzung am Dienstag haben sich w&p Geschäftsführer Wolfgang Mayr-Knoch, Betriebsleiter Bernt Schaflechner und der abfallrechtliche Geschäftsführer Peter Diexer entschuldigen lassen. Sie entschlagen sich der Aussage, weil gegen das Werk Wietersdorfer von der Staatsanwaltschaft ermittelt wird und sie mögliche Beschuldigte in diesem Verfahren sind.

Das ist schade, weil es natürlich viele Fragen gegeben hätte, die wir diesen Herren, die als Zeugen unter Wahrheitspflicht gestanden wären, hätten stellen können. Es ist aber keine Überraschung. So wie ich die Situation jetzt beurteilen kann, mit meinem Wissensstand, wird die Sache für Wietersdorfer doch sehr eng. Hier wurde die Verantwortung für die Umwelt, für die Menschen nicht ernst genommen, vermutlich gegen Bescheide und Gesetze verstoßen und ein großer materieller Schaden verursacht. Der Schaden für die menschliche Gesundheit ist heute schwer absehbar, es ist zu hoffen, dass dieser nicht zu groß ist, weil doch durch das Verbot der weiteren Blaukalkverarbeitung jetzt die HCB-Emission gestoppt werden konnte.

Wie wird Ausschussvorsitzender Korak jetzt weiter vorgehen? Ich habe ja bereits vor drei Wochen im U-Ausschuss vorgeschlagen, die ganze Geschichte chronologisch aufzuarbeiten, beginnend bei der Umweltverträglichkeitsprüfung, dem Blaukalkbescheid, der Variantenuntersuchung zur Deponiesanierung und der Ausschreibung,, und dann zu den aktuellen Geschehnissen des letzten Jahres zu kommen, wo die Kommunikation zwischen den Behörden und der Politik lange kläglich versagt hat. Die Beamten und Sachverständigen können mit ihrem Wissen viel zur Erhellung der Sachlage beitragen. Vielleicht geht Korak ja jetzt auf meinen Vorschlag ein. Mal sehen.