Protestmarsch in Klagenfurt

Veröffentlicht am 06.06.2015 um 09:27

Mit Blumen gegen die Müllverbrennung zog der Görtschitztaler Lichtermarsch gestern durch Klagenfurt, vom Lindwurm bis zur w&p-Zentrale in der Ferdinand Jergitsch-Strasse. Mit dabei über 350 Menschen aus dem Görtschitztal, Bauern und Bäuerinnen, Eltern mit ihren Kindern, aber auch Kunden der von der HCB-Kontamination betroffenen Biobauern, die Initiative Zukunft Görtschitztal, engagierte Menschen und ein paar Politikerinnen, wie Margit Motschiunig (unsere Grüne Klubobfrau im Klagenfurter Gemeinderat) und ich.

Organisiert hat die Kundgebung Isa Priebernig, eine Biobäuerin, die mit Vehemenz für die Zukunft des Tales kämpft. Zukunft heißt für sie nicht ein paar neue Wanderweg-Beschilderungen, wie sie im Rahmen der Zukunftsgespräche der Region vorgeschlagen wurden, sondern Sicherheit für ihre Kinder, die sie durch die Müllverbrennung im Zementwerk gefährdet sieht.

Die Deponie muss dringend aufgearbeitet werden, die jüngsten Messungen zeigen einen Anstieg der Ausgasungen aufgrund der hohen Sommertemperaturen. Die Menschen im Umkreis der Deponie sind besorgt. Hier müssen rasch entscheidungsreife Projekte auf den Tisch gelegt und sorgfältig geprüft werden.

Bei der w&p-Zentrale endet der Lichtermarsch, hier wird ein großes Herz aus Blumen aufgelegt, Ferdinand Velic schildert die Situation im Görtschitztal präsentiert die Forderungen. Ein Vertreter der Rechtsanwälte von w&p kommt heraus und übergibt den Organisatorinnen eine Einladung, das Werk in der nächsten Woche zu besichtigen und über die weitere Vorgangsweise zu sprechen. Die breite Teilnahme an der Kundgebung gibt der Initiative nun viel Rückhalt für ihre Forderungen.